Pallottinerpater Richard Henkes

Pressemitteilungen

Schlaue Füchse auf Erkundungstour

Projekte zu Pater Richard Henkes im Kindergarten Ruppach-Goldhausen

Um den Gedenkstein versammelt: die "Schlauen Füchse" aus dem Kindergarten in Ruppach-Goldhausen.

Ruppach-Goldhausen.- Eine Erinnerung an den Widerstand gegen das NS-Regime – der Gedenkstein von Pater Richard Henkes vor seinem Geburtshaus in Ruppach-Goldhausen erstrahlt in neuem Glanz. Die „Schlauen Füchse“, die Vorschulkinder aus dem Kindergarten St. Barbara in Ruppach-Goldhausen, haben den Gedenkstein gereinigt. Unter dem Motto „Helfende Hände“ dreht sich bei ihnen zurzeit alles um den Pallottinerpater, der am 15. September seliggesprochen wird. Bis dahin sind noch einige Projekte geplant.

Wohnen im Geburtshaus

Der Pallottinerpater wurde 1900 in Ruppach-Goldhausen geboren. Sein Geburtshaus liegt nur wenige hundert Meter vom Kindergarten entfernt. Gemeinsam machten sich die Kinder auf den Weg und nahmen Wasser vom örtlichen Brunnen mit, um den Gedenkstein vor dem Geburtshaus zu reinigen. Der Stein ist im Bürgersteig eingelassen und erinnert an Henkes Einsatz für die Nächstenliebe.

Anschließend schaute sich die Gruppe das Geburtshaus an. Für einen Jungen war das etwas Besonderes: „Ich wohne in dem Geburtshaus von Pater Richard Henkes“, erzählt er stolz.

Hand in Hand laufen die „Schlauen Füchse“ zum Geburtshaus des Pallottinerpaters.

Menschen die Hand gereicht

In den Tagen vor der Besichtigung des Geburtshauses haben die Erzieherinnen den 28 Kindern aus der Gruppe erzählt, wer Pater Richard Henkes war. „In seiner Zeit als Priester und Lehrer hat er viele gute Dinge getan. Er hat Menschen geholfen, ihnen die Hand gereicht und sich um die Kranken gekümmert. Wir haben auch erzählt, dass er sich dabei angesteckt hat und dann schließlich an der Krankheit Typhus gestorben ist“, sagt die Leiterin des Kindergartens, Elisabeth Schwickert.

Die „Schlauen Füchse“ vor dem Geburtshaus von Pater Richard Henkes.

Vor der Seligsprechung am 15. September im Limburger Dom wird am Samstag, 14. September 2019, ein großes Fest für Richard Henkes im Pfarrgarten in Ruppach-Goldhausen gefeiert. Bis dahin will der Kindergarten noch ein Lied lernen und eine Kerze zum Thema „Helfende Hände“ sowie eine große Leinwand gestalten. Weitere Informationen zur Seligsprechung gibt es unter www.richard-henkes.bistumlimburg.de


Nächstenliebe als Fundament

Fastenpredigt zu Katharina Kasper und Richard Henkes



Pater Alexander Holzbach als Besuchermagnet: Im fast voll besetzten Limburger Dom predigte er über zwei mutige und Mutmachende Westerwälder
© Lanz/ Bistum Limburg

Mut, Nächstenliebe und Widerstand: In seiner Fastenpredigt am Sonntag, 31. März, im fast voll besetzten Limburger Dom hat Pater Alexander Holzbach über zwei „berühmte“ Ordenschristen aus dem Westerwald gesprochen: Über die Heilige Katharina Kasper von den Dernbacher Schwestern und über den bald Seligen Pallottinerpater Richard Henkes.

Die im vergangenen Jahr heiliggesprochene Katharina Kasper hat sich im 19. Jahrhundert im Westerwald um Kranke, Alte, Kinder und Arme gekümmert und die Ordensgemeinschaft der Dernbacher Schwestern, die „Armen Dienstmägde Jesu Christi“, gegründet; der in Ruppach-Goldhausen geborene Pallottinerpater Richard Henkes kam als Vertreter des christlichen Widerstandes gegen das Nazi-Regime ins KZ Dachau, wo er sich freiwillig im Quarantäneblock um Typhuskranke kümmerte und starb. Er wird in diesem Jahr in Limburg seliggesprochen.

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Immer mehr Menschen verehren ihn

Gedenktag für Richard Henkes in Vallendar

Am 22. Februar 1945, vor 74 Jahren starb P. Richard Henkes SAC – in diesem Jahr ist sein Todestag ein ganz besonderer Tag, denn am 22.12.2018 hat Papst Franziskus das Sterben von P. Henkes SAC offiziell als Märtyrertod anerkannt“, begrüßte P. Hubert Lenz SAC Interessierte und Mitarbeitende an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV).


Im Rahmen der Gedenkfeier zum Todestag wurde der Lebensweg von Pater Henkes SAC mit seinem mutigen und unmissverständlichen Bekenntnis zur Würde jedes Menschen, seine Zugewandtheit zum Menschen und sein Sterben bei der freiwilligen Pflege Typhuskranker im KZ Dachau gedacht. Dies geschah durch einen Betrachtungstext zum Henkes-Bild von Beate Heinen und einem neu entstandenen Lied zum Leben von Pater Henkes SAC, getextet von Irmgard Scholz einer Mitarbeiterin der WeG-Initiative.

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Zur Seligsprechung von Pater Richard Henkes

Interview mit dem Kirchenrechtler Professor Peter Platen

Bevor Pater Richard Henkes aufgrund seines Martyriums selig ist, fehlt noch ein Schritt: die Seligsprechung selbst im Limburger Dom. Warum das eine Premiere im Limburger Dom ist, wann es soweit ist, wie ein Seligsprechungsverfahren abläuft, und was eigentlich der Begriff „selig“ meint, beantwortet der Theologe und Kirchenrechtler Professor Peter Platen im Interview. Platen leitet im Bischöflichen Ordinariat in Limburg die Abteilung Kirchliches Recht und ist außerplanmäßiger Professor für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.

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Ein Bote der Mitmenschlichkeit und gegen Hetze

Pallottinerpater Richard Henkes wird seliggesprochen

Limburg / FriedbergPater Richard Henkes SAC wird seliggesprochen. Dies hat Papst Franziskus entschieden und der Vatikan am 22.Dezember in Rom bekannt gegeben. Der Pallottinerpater wurde wegen einer regimekritischen Predigt von der Gestapo verhaftet und ins Konzentrationslager nach Dachau gebracht. Dort ließ er sich freiwillig im Block 17 mit den typhuskranken Menschen einschließen, um sich um sie zu kümmern. Nach zwei Monaten im Dienst der Nächstenliebe infizierte er sich und starb am 22. Februar 1945.

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Gedenkveranstaltungen für „Märtyrer der Nächstenliebe“

Im Fokus: P. Richard Henkes Beziehung zu den Tschechen

Vallendar, 22.02.2015. Vor siebzig Jahren starb der Westerwälder Pallottinerpater Richard Henkes im KZ Dachau. Am Sonntag, seinem Todestag, gedachten die pallottinischen Gemeinschaften in Vallendar und Limburg des an Typhus verstorbenen Mitbruders. Henkes, der wegen seiner offenen Worte gegen das Nazi-Regime ins KZ verbracht worden war, hatte sich Ende 1944 freiwillig zur Pflege erkrankter Mithäftlinge gemeldet und sich nach etwa acht Wochen mit der tödlichen Krankheit angesteckt. Überlebende KZ-Priester hatten sich seit Beginn der achtziger Jahre für eine Seligsprechung von P. Richard Henkes stark gemacht. Im April 2003 wurde der Seligsprechungsprozess für den „Märtyrer der Nächstenliebe“ offiziell eröffnet.

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Nachrichten

Brückenbauer zwischen Deutschen und Tschechen

Am 15. September wird Pater Richard Henkes in Limburg seliggesprochen. Der Pallottinerpater aus Ruppach-Goldhausen war nicht nur ein mutiger Kritiker, der klar Stellung gegen die Nazis bezog, sondern auch Friedensstifter und Vermittler zwischen Tschechen und Deutschen. Eine Partnerschaft zwischen Ruppach-Goldhausen und dem tschechischen Strahovice erinnert daran.

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74. Todestag von P. Richard Henkes im Zeichen seiner Seligsprechung

Am 22. Februar 1945 starb der Westerwälder Pallottinerpater Richard Henkes im KZ Dachau. 74 Jahre nach seinem Tod soll der Westerwälder Priester noch in diesem Jahr selig gesprochen werden. Mit seinem freiwilligen Dienst als Pfleger typhuskranker Mithäftlinge riskierte er sein Leben. Die hochansteckende Infektionskrankheit übertrug sich auch auf ihn. Sein Tod trat nach nur wenigen Tagen ein.

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Keine Supermenschen, aber Vorbilder

Die im vergangenen Jahr erfolgte Heiligsprechung von Katharina Kasper, der Dernbacher Ordensgründerin, sowie die 2019 bevorstehende Seligsprechung des aus Ruppach-Goldhausen stammenden und im KZ Dachau umgekommenen Pallottiner-Paters Richard Henkes waren der Anlass, diese beiden Personen der Geschichte aus dem Bistum Limburg in den Blick zu nehmen. Provinzoberin der Dernbacher Schwestern, Sr. M. Theresia Winkelhöfer ADJC, stellte Katharina Kasper als eine entschiedene, willensstarke Frau aus armen Verhältnissen dar; deshalb schulisch nicht sehr gebildet, jedoch mit einer „bewundernswerten Gabe der Unterscheidung der Geister“, wie ihr der damalige Limburger Bischof Blum bescheinigte. Ganz bewusst wählte sie den Namen „Arme Dienstmägde Jesu Christi“ für ihre Schwestern, um zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, den Armen zu dienen und so das Evangelium zu verkündigen.

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Ruppach-Goldhausen bereitet sich auf Seligsprechung vor

Pater Richard liebte seine Heimat, den Westerwald. Briefe und Zeugenaussagen belegen, wie sehr er sich in manchen Lebensmomenten nach seiner Familie und seiner Heimatgemeinde Ruppach-Goldhausen sehnte. Der Ort und seine Menschen blieben immer in seinem Herzen verankert. Und auch er hat Spuren in den Herzen der Ruppach-Goldhausener hinterlassen.

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Die Würde des „Sich-Verschenkens“. Identität und Hingabe als Lebensgestalt bei P. Richard Henkes SAC

Referent: Prof. P. Dr. Edward Fröhling SAC

Donnerstag, 16.05.2019, 19.00 Uhr

PTHV, Pallottistr. 3, Vallendar

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung 2018/ 2019 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule, Pallottistraße 3 in Vallendar statt

Weitere Informationen unter www.pthv.de


Neuauflage von Henkes-Biografie – Neue wichtige Zeugenaussagen

Der Pallotti Verlag in Friedberg hat kürzlich mitgeteilt, dass die dritte Auflage der von P. Manfred Probst verfassten Biografie "Glaubenszeuge im KZ Dachau" erschienen ist. Die Erweiterungen kommen von zwei Zeuginnen aus dem Bereich des Hultschiner Ländchens. Die eine bezeugt das Bemühen Henkes' um Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen und dass P. Henkes ein eifriger Fahrradfahrer war. Die Zweite berichtet, dass P. Henkes bei ihrem Vater Unterricht in tschechischer Sprache genommen hat und er auch in eine Gruppe eingebunden war, die versucht hat, Nazi-Verfolgte zu unterstützen. Die Biografie ist in der Pallottiner Buchhandlung in Limburg oder im Pallotti Verlag Friedberg erhältlich.

Pallottiner Buchhandlung: Wiesbadener Straße 1 | 65549 Limburg

Pallotti Verlag Friedberg: Vinzent-Pallotti-Straße 14 | 86316 Friedberg

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