Pallottinerpater Richard Henkes

Vermächtnis

Die katholische Kirche und die Gemeinschaft der Pallottiner haben P. Richard Henkes viel zu verdanken. Er bezeugt ja mit vielen anderen, dass sich die katholische Kirche bis zuletzt vom Nationalsozialismus nicht überwältigen ließ, sondern viele ihm bis aufs Blut widerstanden haben. P. Henkes hat dessen falsche Lehren immer wieder offen und öffentlich kritisiert und angeprangert. Er hat gewaltfreien Widerstand geleistet. Er steht als Teil im Ganzen der Kirche, als pars in toto. Die Kirche ermöglichte das Wachsen Richard Henkes’ vom engagierten Bekenner seines katholischen Glaubens zum Streiter für Freiheit und Menschenwürde. Der Schüler und erste Biograf von P. Henkes, Prof. Dr. Georg Reitor, hat die Bedeutung von P. Richard Henkes für die Zukunft in persönliche Worte gekleidet, die allen P. Henkes Nahestehenden Richtschnur sein können. Was wir zu hüten haben für die Zukunft ist mehr als die Asche und die Grabstelle von Richard Henkes. Er sollte uns gegenwärtig sein als lichte Flamme, die unseren Lebensweg erleuchtet. Er will uns zeigen, was Liebe ist: das eigene Leben aufs Spiel zu setzen, um anderen das Leben erträglich zu machen, vielleicht sogar zu retten. Was er tat, kann uns die höhere Welt sehen lassen. Die Welt, in der wir alltäglich leben, läuft meist nach der entgegengesetzten Regel: andere dem eigenen Wohl zu opfern. Die Liebe, die umgekehrt das eigene Leben hingibt und den eigenen Tod verachtet, zeigt eine Welt über der unseren: die Welt christlicher Heiligkeit, die Welt Gottes. Es ist diese Kraft, eine höhere Welt zu offenbaren, was den Tod von Pater Henkes groß macht.

Literatur

Nachrichten

74. Todestag von P. Richard Henkes im Zeichen seiner Seligsprechung

Am 22. Februar 1945 starb der Westerwälder Pallottinerpater Richard Henkes im KZ Dachau. 74 Jahre nach seinem Tod soll der Westerwälder Priester noch in diesem Jahr selig gesprochen werden. Mit seinem freiwilligen Dienst als Pfleger typhuskranker Mithäftlinge riskierte er sein Leben. Die hochansteckende Infektionskrankheit übertrug sich auch auf ihn. Sein Tod trat nach nur wenigen Tagen ein.

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Keine Supermenschen, aber Vorbilder

Die im vergangenen Jahr erfolgte Heiligsprechung von Katharina Kasper, der Dernbacher Ordensgründerin, sowie die 2019 bevorstehende Seligsprechung des aus Ruppach-Goldhausen stammenden und im KZ Dachau umgekommenen Pallottiner-Paters Richard Henkes waren der Anlass, diese beiden Personen der Geschichte aus dem Bistum Limburg in den Blick zu nehmen. Provinzoberin der Dernbacher Schwestern, Sr. M. Theresia Winkelhöfer ADJC, stellte Katharina Kasper als eine entschiedene, willensstarke Frau aus armen Verhältnissen dar; deshalb schulisch nicht sehr gebildet, jedoch mit einer „bewundernswerten Gabe der Unterscheidung der Geister“, wie ihr der damalige Limburger Bischof Blum bescheinigte. Ganz bewusst wählte sie den Namen „Arme Dienstmägde Jesu Christi“ für ihre Schwestern, um zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, den Armen zu dienen und so das Evangelium zu verkündigen.

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Ruppach-Goldhausen bereitet sich auf Seligsprechung vor

Pater Richard liebte seine Heimat, den Westerwald. Briefe und Zeugenaussagen belegen, wie sehr er sich in manchen Lebensmomenten nach seiner Familie und seiner Heimatgemeinde Ruppach-Goldhausen sehnte. Der Ort und seine Menschen blieben immer in seinem Herzen verankert. Und auch er hat Spuren in den Herzen der Ruppach-Goldhausener hinterlassen.

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Die Würde des „Sich-Verschenkens“. Identität und Hingabe als Lebensgestalt bei P. Richard Henkes SAC

Referent: Prof. P. Dr. Edward Fröhling SAC

Donnerstag, 16.05.2019, 19.00 Uhr

PTHV, Pallottistr. 3, Vallendar

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung 2018/ 2019 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule, Pallottistraße 3 in Vallendar statt

Weitere Informationen unter www.pthv.de


Neuauflage von Henkes-Biografie – Neue wichtige Zeugenaussagen

Der Pallotti Verlag in Friedberg hat kürzlich mitgeteilt, dass die dritte Auflage der von P. Manfred Probst verfassten Biografie "Glaubenszeuge im KZ Dachau" erschienen ist. Die Erweiterungen kommen von zwei Zeuginnen aus dem Bereich des Hultschiner Ländchens. Die eine bezeugt das Bemühen Henkes' um Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen und dass P. Henkes ein eifriger Fahrradfahrer war. Die Zweite berichtet, dass P. Henkes bei ihrem Vater Unterricht in tschechischer Sprache genommen hat und er auch in eine Gruppe eingebunden war, die versucht hat, Nazi-Verfolgte zu unterstützen. Die Biografie ist in der Pallottiner Buchhandlung in Limburg oder im Pallotti Verlag Friedberg erhältlich.

Pallottiner Buchhandlung: Wiesbadener Straße 1 | 65549 Limburg

Pallotti Verlag Friedberg: Vinzent-Pallotti-Straße 14 | 86316 Friedberg

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