Pallottinerpater Richard Henkes

Gebetserhörungen

E-Mail vom 1. März 2006 von P. Willi Krause SAC, Pfarrer von Edewecht, an P. Dr. Manfred Probst SAC
Quelle: Archiv des Postulators, Limburg

Lieber Manfred,
auf die Fürsprache von P. Henkes kann ich Dir eine Gebetserhörung melden (…) Es handelt sich um die Erfüllung eines Kinderwunsches auf die Fürsprache von P. Henkes. Ich möchte die Geschichte erzählen: Als ich im Jahre 2001 nach Edewecht kam, wurde ich zur Beerdigung von zwei Zwillings-Babys gerufen. Das erste Kind wurde tot geboren, das zweite starb nach wenigen Wochen. Natürlich herrschte große Trauer unter dem jungen Ehepaar, obwohl sie einen vierjährigen Sohn hatten.
Das vergangene Jahr war ein Jahr der Gnade für die Familie S.: Ich konnte die Trauung der Eltern vornehmen, und Mutter und Sohn konnten die erste heilige Kommunion empfangen. Natürlich hatte ich viel Kontakt und manche Gespräche mit dem Ehepaar. Unter anderem sprachen sie von ihrem Kinderwunsch, der sich nach dem tragischen Tod der Zwillinge jahrelang nicht mehr erfüllte. Bei dieser Gelegenheit empfahl ich P. Henkes als Fürbitter im Himmel, und die jungen Leute, zusammen mit anderen Angehörigen, fingen an, zu P. Henkes zu beten, damit sich ihr Kindewunsch erfüllte. Und siehe da, noch während der Vorbereitung auf die erste hl. Kommunion wurde Frau S. schwanger, musste leider aber deshalb den Firmtermin hinausschieben, und am kommenden 11. März `06 kann ich eine gesunde Tochter taufen. Frau O. S. wird dann im September gefirmt.
Ich hoffe, dass diese Gebetserhörung auch ein Beitrag zur Seligsprechung von P. Richard Henkes sein kann.
Herzlich grüßt Dich
Dein Willi


Anmerkung der Redaktion: Aus Datenschutzgründen nennen wir an dieser Stelle nicht die Namen der beschriebenen Familienmitglieder. Zu erwähnen sei jedoch, dass das Ehepaar S. die Aussage von P. Willi Krause SAC unterschrieben und damit bezeugt hat, dass diese der Wahrheit entspricht.


Die Künstlerin Cilly Schmidt-Kramny, die in ihrer Jugend bei P. Richard Henkes Exerzitien gemacht hatte, wurde im Alter von Krebs befallen und musste zweimal operiert werden. Als wieder neue Metastasen festgestellt wurden, rief sie die Fürbitte von P. Richard Henkes an. In der folgenden Zeit bildeten sich die Metastasen zurück und verschwanden ganz (siehe Positio S. 237).


Sr. Markwarda Glaser hat P. Richard Henkes bei einer Erkrankung der Augen angerufen und wurde erhört (siehe Positio S. 237).

Nachrichten

74. Todestag von P. Richard Henkes im Zeichen seiner Seligsprechung

Am 22. Februar 1945 starb der Westerwälder Pallottinerpater Richard Henkes im KZ Dachau. 74 Jahre nach seinem Tod soll der Westerwälder Priester noch in diesem Jahr selig gesprochen werden. Mit seinem freiwilligen Dienst als Pfleger typhuskranker Mithäftlinge riskierte er sein Leben. Die hochansteckende Infektionskrankheit übertrug sich auch auf ihn. Sein Tod trat nach nur wenigen Tagen ein.

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Keine Supermenschen, aber Vorbilder

Die im vergangenen Jahr erfolgte Heiligsprechung von Katharina Kasper, der Dernbacher Ordensgründerin, sowie die 2019 bevorstehende Seligsprechung des aus Ruppach-Goldhausen stammenden und im KZ Dachau umgekommenen Pallottiner-Paters Richard Henkes waren der Anlass, diese beiden Personen der Geschichte aus dem Bistum Limburg in den Blick zu nehmen. Provinzoberin der Dernbacher Schwestern, Sr. M. Theresia Winkelhöfer ADJC, stellte Katharina Kasper als eine entschiedene, willensstarke Frau aus armen Verhältnissen dar; deshalb schulisch nicht sehr gebildet, jedoch mit einer „bewundernswerten Gabe der Unterscheidung der Geister“, wie ihr der damalige Limburger Bischof Blum bescheinigte. Ganz bewusst wählte sie den Namen „Arme Dienstmägde Jesu Christi“ für ihre Schwestern, um zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, den Armen zu dienen und so das Evangelium zu verkündigen.

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Ruppach-Goldhausen bereitet sich auf Seligsprechung vor

Pater Richard liebte seine Heimat, den Westerwald. Briefe und Zeugenaussagen belegen, wie sehr er sich in manchen Lebensmomenten nach seiner Familie und seiner Heimatgemeinde Ruppach-Goldhausen sehnte. Der Ort und seine Menschen blieben immer in seinem Herzen verankert. Und auch er hat Spuren in den Herzen der Ruppach-Goldhausener hinterlassen.

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Die Würde des „Sich-Verschenkens“. Identität und Hingabe als Lebensgestalt bei P. Richard Henkes SAC

Referent: Prof. P. Dr. Edward Fröhling SAC

Donnerstag, 16.05.2019, 19.00 Uhr

PTHV, Pallottistr. 3, Vallendar

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung 2018/ 2019 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule, Pallottistraße 3 in Vallendar statt

Weitere Informationen unter www.pthv.de


Neuauflage von Henkes-Biografie – Neue wichtige Zeugenaussagen

Der Pallotti Verlag in Friedberg hat kürzlich mitgeteilt, dass die dritte Auflage der von P. Manfred Probst verfassten Biografie "Glaubenszeuge im KZ Dachau" erschienen ist. Die Erweiterungen kommen von zwei Zeuginnen aus dem Bereich des Hultschiner Ländchens. Die eine bezeugt das Bemühen Henkes' um Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen und dass P. Henkes ein eifriger Fahrradfahrer war. Die Zweite berichtet, dass P. Henkes bei ihrem Vater Unterricht in tschechischer Sprache genommen hat und er auch in eine Gruppe eingebunden war, die versucht hat, Nazi-Verfolgte zu unterstützen. Die Biografie ist in der Pallottiner Buchhandlung in Limburg oder im Pallotti Verlag Friedberg erhältlich.

Pallottiner Buchhandlung: Wiesbadener Straße 1 | 65549 Limburg

Pallotti Verlag Friedberg: Vinzent-Pallotti-Straße 14 | 86316 Friedberg

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