Pallottinerpater Richard Henkes

75. Geburtstag von P. Probst

Seinen 75. Geburtstag feierte am 13. Dezember der Vize-Postulator des Seligsprechungsprozesses für Richard Henkes, Prof. P. Dr. Manfred Probst SAC

Seit 1962 gehört der gebürtige Rheinland-Pfälzer der Gemeinschaft der Pallottiner an. 1973 promovierte er zum Dr. theol. an der WWU Münster. Zwischen 1972 und 1974 war er wissenschaftlicher Assistent an der westfälischen Hochschule. Im Jahr 1979 habilitierte der Pallottiner-Pater im Fach Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier.

29 Jahre lang war Manfred Probst als Professor für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar tätig. Dabei fungierte er gleich zweimal als Rektor der Hochschule, in den Jahren 1980 bis 1984 und 1986 bis 1992. Das Amt des Prorektors hatte er von 1992 bis 1998 inne. 15 Jahre lang (1986 - 2001) war er Berater der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz.

1987 gründete Prof. Manfred Probst die Stiftung zur Förderung der Theologischen Hochschule der Pallottiner. Ebenso initiierte er den Verein der Freunde und Förderer der Hochschule.

Am 3. Dezember 2001 wurde P. Manfred Probst zum Postulator für den Seligsprechungsprozess für P. Richard Henkes ernannt. Rund eineinhalb Jahre später, am 25. Mai 2003 erfolgte die Eröffnung des Bischöflichen Erhebungsverfahrens mit Bischof Dr. Franz Kamphaus in Limburg. Vier Jahre später konnte P. Probst die so genannte „Positio“, eine Zusammenfassung aller Dokumentationen über P. Richard Henkes, nach Rom weiterleiten. Seitdem unterstützt er das Voranschreiten des Seligsprechungsprozesses als Vize-Postulator.

Anlässlich seines Geburtstages begrüßte P. Manfred Probst rund zwanzig Weggefährten, die ihn sowohl im Rahmen seiner Hochschultätigkeiten als auch während des Seligsprechungsprozesses für P. Richard Henkes stets wohlwollend begleitet haben, zu einer kleinen Feier.

Gemeinsam stieß man auf das neue Lebensjahr des Jubilars an und verbrachte einige schöne Stunden mit guten Gesprächen in den Räumlichkeiten der Philosophisch-Theologischen Hochschule.

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Nachrichten

74. Todestag von P. Richard Henkes im Zeichen seiner Seligsprechung

Am 22. Februar 1945 starb der Westerwälder Pallottinerpater Richard Henkes im KZ Dachau. 74 Jahre nach seinem Tod soll der Westerwälder Priester noch in diesem Jahr selig gesprochen werden. Mit seinem freiwilligen Dienst als Pfleger typhuskranker Mithäftlinge riskierte er sein Leben. Die hochansteckende Infektionskrankheit übertrug sich auch auf ihn. Sein Tod trat nach nur wenigen Tagen ein.

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Keine Supermenschen, aber Vorbilder

Die im vergangenen Jahr erfolgte Heiligsprechung von Katharina Kasper, der Dernbacher Ordensgründerin, sowie die 2019 bevorstehende Seligsprechung des aus Ruppach-Goldhausen stammenden und im KZ Dachau umgekommenen Pallottiner-Paters Richard Henkes waren der Anlass, diese beiden Personen der Geschichte aus dem Bistum Limburg in den Blick zu nehmen. Provinzoberin der Dernbacher Schwestern, Sr. M. Theresia Winkelhöfer ADJC, stellte Katharina Kasper als eine entschiedene, willensstarke Frau aus armen Verhältnissen dar; deshalb schulisch nicht sehr gebildet, jedoch mit einer „bewundernswerten Gabe der Unterscheidung der Geister“, wie ihr der damalige Limburger Bischof Blum bescheinigte. Ganz bewusst wählte sie den Namen „Arme Dienstmägde Jesu Christi“ für ihre Schwestern, um zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, den Armen zu dienen und so das Evangelium zu verkündigen.

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Ruppach-Goldhausen bereitet sich auf Seligsprechung vor

Pater Richard liebte seine Heimat, den Westerwald. Briefe und Zeugenaussagen belegen, wie sehr er sich in manchen Lebensmomenten nach seiner Familie und seiner Heimatgemeinde Ruppach-Goldhausen sehnte. Der Ort und seine Menschen blieben immer in seinem Herzen verankert. Und auch er hat Spuren in den Herzen der Ruppach-Goldhausener hinterlassen.

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Die Würde des „Sich-Verschenkens“. Identität und Hingabe als Lebensgestalt bei P. Richard Henkes SAC

Referent: Prof. P. Dr. Edward Fröhling SAC

Donnerstag, 16.05.2019, 19.00 Uhr

PTHV, Pallottistr. 3, Vallendar

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung 2018/ 2019 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule, Pallottistraße 3 in Vallendar statt

Weitere Informationen unter www.pthv.de


Neuauflage von Henkes-Biografie – Neue wichtige Zeugenaussagen

Der Pallotti Verlag in Friedberg hat kürzlich mitgeteilt, dass die dritte Auflage der von P. Manfred Probst verfassten Biografie "Glaubenszeuge im KZ Dachau" erschienen ist. Die Erweiterungen kommen von zwei Zeuginnen aus dem Bereich des Hultschiner Ländchens. Die eine bezeugt das Bemühen Henkes' um Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen und dass P. Henkes ein eifriger Fahrradfahrer war. Die Zweite berichtet, dass P. Henkes bei ihrem Vater Unterricht in tschechischer Sprache genommen hat und er auch in eine Gruppe eingebunden war, die versucht hat, Nazi-Verfolgte zu unterstützen. Die Biografie ist in der Pallottiner Buchhandlung in Limburg oder im Pallotti Verlag Friedberg erhältlich.

Pallottiner Buchhandlung: Wiesbadener Straße 1 | 65549 Limburg

Pallotti Verlag Friedberg: Vinzent-Pallotti-Straße 14 | 86316 Friedberg

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